Um zwei Uhr morgens setzt die Jetair Maschine auf der Landebahn in Darwin auf. Die Einreiseformalitäten sind im Nu erledigt und bald schon werden wir zum Holiday Inn Esplanade in Darwin gebracht. Es bleibt noch Zeit für ein kleines Nickerchen bis wir uns am späten Vormittag zu unserem Ausflug in den Litchfield Nationalpark aufbrechen.
Wir bestaunen die riesigen Termitenhügel, die vor exakt in Nord-Südrichtung ausgerichtet sind. Diese sogenannten Kompasstermiten passen ihre Bauten dem Sonnenstand an um eine konstante Temperatur im Inneren ihres Gebäudes zu erreichen. Erstaunlich, wie sich diese kleinen Kreaturen nach den Himmelsrichtungen orientieren.
Ein kurzer Spaziergang führt zu den Tolmer Falls. In der Trockenzeit kann man in den Pools der Wasserfälle baden, jetzt am Ende der Wet-Season empfiehlt sich ein Bad nur, wenn man Bekanntschaft mit einem der hochgefährlichen Salzwasserkrokodile, von den Aussies liebevoll „Salties“ genannt, machen möchte. Unsere Abenteuerlust kennt in dieser Hinsicht seine Grenzen, so dass wir unser Bad im Bluewater Rockhole, welches krokodilfrei ist, vorziehen. Ein Flüsschen zieht sich über verschiedene Pools, so dass für jeden das geeignete Plantschbecken dabei ist.
Noch etwas müde vom Jetlag fahren wir zurück nach Darwin um am abend die Kneipen und Restaurants in der Mitchell Street und an der Cullen Bay zu testen.
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Steve Noble von Darwin Walking Tours zeigt uns auf einem Spaziergang die Highlights von Darwin.
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Beinahe 250 km zieht sich die Strecke bis zum Kakadu Nationalpark. Leider können wir nicht nach Ubirr fahren, weil die Strasse noch überschwemmt ist. Und schon wieder zieht ein Gewitter auf.
Tourguide Justin fährt uns zum Nuarlangie Rock, wo wir ausgezeichnete Felsmalereien der Aboriginies kennenlernen. Im Kakudu Park wurden ca. 5000 solcher Zeichnungen erfasst. Schliesslich erklimmen wir noch den Aussichtspunkt, wo sich die Sonne wieder blicken lässt und den Himmel in wunderschöne Rottöne färbt.
Die Nacht verbringen wir in einem festen Zeltcamp in Jabiru.
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Unser Boot tuckert über den Yellowaters Billabong und wir hoffen sehr, dort die berühmten „Salties“ zu sichten. Wie gerne hätten wir doch ein solches Ungetüm vor unserer Linse, natürlich nur aus sicherer Entfernung. Doch die „Crocs“ haben heute wohl Urlaub, kein einziges lässt sich blicken. Dafür präsentiert sich jetzt, am Ende der Regenzeit, diese Sumpflandschaft in üppigem Grün und wir beobachten ein Jabiru-Pärchen (eine Storchenart) beim Nestbau.
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Auch die berühmte Katherine Gorge im Nitmiluk Nationalpark erforschen wir mit einem Ausflugsboot. Ich muss unbedingt den Kapitän fotografieren, weil er so urig aussieht mit seinem Rauschebart. Wieder halten wir Ausschau nach den berühmten „Salties“ und „Freshies“, doch auch hier scheinen sich die Reptilien verdeckt zu halten. Wahrscheinlich ist das Getue um die Krokodile nur Show..... Doch da – ein kleines, ja sehr kleines Süsswasserkrokodil räkelt sich auf einem Felsen. Die Kameras klicken – auf dem Bild kann man die tatsächliche Größe der Echse ja nicht einschätzen....
Wir haben noch eine lange Fahrt vor uns, ca. 750 km müssen wir bis nach Tennant Creek zurücklegen. Gut dass wir einen äußerst komfortablen Reisebus haben. Über die gesamte Strecke durchfahren wir gerade mal sechs Ortschaften. Zum Teil wohnen dort nur 8 Personen.
Ansonsten weites Land mit weiter Sicht......alles schläft und keiner spricht...
Das Daly Waters Pub und Hotel wurde in den 30er Jahren für Crew und Passagiere internationaler Quantasflüge gebaut, die auf dem Weg von Singapur hier auf halber Strecke zwischenlanden mussten, und ist entsprechend voller Memorabilien. Wir müssen hier nicht übernachten, lassen uns aber die frischen Sandwiches und ein kühles Bier schmecken.
Am späten Abend erreichen wir endlich Tennant Creek, wo wir müde in unsere Betten fallen.
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Unser Frühstück nehmen wir heute bei Sonnenaufgang an den Devils Marbles ein. Eine herrliche Kulisse für das Morgenmahl. Dort treffen wir auf 2 junge Frauen, die einen Rollstuhlfahrer betreuen. Die drei haben die Nacht in ihren Swags (eine Art Schlafsack mit eingebauter Isomatte) unter freiem Himmel verbracht. Hier in dieser klaren Luft ist der Sternenhimmel einmalig schön. Zu gerne hätten wir auch eine solche Gelegenheit gehabt. Aber vielleicht nächstes Mal.
Bei einem Besuch der Aileron-Gallery finden wir einige wunderschöne Aboriginie Gemälde.
Der berühmte „Dot-Stil“ ist erst in den 80er Jahren entstanden. Es werden Traumpfade dargestellt, Ich kann mich von einem Bild mit Dingo-Thema gar nicht mehr losreisen und schließlich kaufe ich es.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Alice Springs, wo wir zu einem Helicopter-Flug erwartet werden. Alice ist momentan außergewöhnlich grün, weil in den letzten Tagen sehr viel Regen gefallen ist, das ist aus der Luft besonders schön anzusehen.
Am Abend machen wir einen kulinarischen Streifzug durch die australische Outback-Küche und probieren Krokodil-Ragout, Kanguruh- und Kamelsteaks. Vorsichtige entscheiden sich für ein klassisches Rindersteak. Im Anschluss darf ein Besuch der berühmten (und wohl auch einzigen) Kneipe Bo Jangles nicht fehlen.
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Und schon geht es wieder weiter. Wir sind ja ziemlich rast- und ruhelos unterwegs hier in der australischen Wildnis. Heute wollen wir noch den „Rock“ erreichen, d.h. weitere 450 km „on the road.....“. Die auf dem Weg liegende Kamelfarm besuchen wir nur kurz, denn keiner von uns möchten den angebotenen Reitausflug auf einem der „Wüstenschiffe“ wahrnehmen. Die Fliegen werden immer lästiger. Der ein oder andere überlegt schon, so ein peinliches Fliegennetz aufzusetzen..
Am Ende des Horizontes taucht der Tafelberg auf.... nein, das ist noch nicht der Ayers Rock, es ist der Mount Connor, eine der drei Erhebungen im Red Centre. Wir lassen den knallroten Sand durch unsere Finger rieseln, diese Farbe ist wirklich einmalig.
Bald schon entdecken wir den echten „Rock“ und er wirkt wahrhaft magisch.
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Um 04:30 stehen wir auf, die Sonne wartet nicht..... Der Sonnenaufgang am Ayers Rock ist eine der Haupt Touristenattraktionen. Obwohl so viele Menschen hier sind, ist das Spektakel trotzdem sehenswert. Ich mache gefühlte 354 Fotos von diesem Felsen...
Nachmittags bringt uns Tourguide Marcel aus der Schweiz zu den Olgas, wo wir einen Spaziergang zur Walpa Gorge unternehmen. Marcel kann uns vieles über die Aboriginie Kultur erzählen und wir lauschen gespannt seinen Geschichten.
Ein echtes Sterngucker-Highlight erwartet uns an diesem Abend: das „Sounds of Silence“ Dinner. Mitten im Outback stehen weiß gedeckte Tische, ausschließlich mit Windlichtern beleuchtet. Nachdem die Sonne hinter der Kulisse der Olgas verschwindet, spannt sich der Sternenhimmel über uns auf und wir können endlich das Kreuz des Südens entdecken.
Obwohl man nicht genau sieht, was sich außer dem herrlichen Essen vom Buffet auf dem Teller befindet, schmeckt es köstlich.
Das Highlight nach dem Dinner ist jedoch eine Erklärung des Sterne, von der Südhalbkugel aus betrachtet. Sogar ein paar Teleskope stehen bereit und wir dürfen einen Blick auf Saturn und den Mond werfen.
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Was ist ein Besuch des Ayers Rock, ohne die Umgebung zu Fuß zu erforschen Am frühen Morgen brechen wir zu einer 2 ½ stündigen Wanderung um den Felsen auf. Unterwegs finden wir viele Fotomotive und entdecken die Vielfalt des Felsens. Dieses Rot bietet immer wieder einen schönen Kontrast zum tiefblauen Himmel.
Schon wieder müssen wir weiter und fliegen nach Perth, der letzten Station unserer Reise.
Wir schlendern durch das beschauliche Städtchen Fremantle, welches mit seinen schmiedeeisernen Balkonen irgendwie an das French Quarter in New Orleans erinnert.
Den Abend verbringen wir in Perth, wo sich die Einheimischen zur Saturday Night Party aufmachen.
Unsere männlichen Kollegen freuen sich über die beinahe uniformiert aufgebrezelten Perther Mädels.
Alle tragen einen Einheits Look, welcher aus superkurzen, engen Minikleidern mit extrem hohen High Heels. Auf figürliche Unterschiede wird hier keine Rücksicht genommen, so haben auch wir Frauen etwas zum Lachen. Hier gibt es echt was zum Schauen....
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Tagesausflug zu den Pinnakles. Die 250 km einfache Strecke können uns ja kaum noch erschüttern.
Kaum sind wir ein paar Stunden unterwegs, schon stehen wir inmitten dieser Steinspitzen, welche zu Tausenden aus dem Boden ragen. Aufeinanderliegende Schichten aus Kalk- und Sandstein und Baumwurzeln, welche die Schichten durchbrochen haben, führten zu dieser interessanten Form der
Erosion. Wir spazieren durch diese einmalig schöne Landschaft und sehen in der Ferne den Indischen Ozean.
Bald schon werden wir wieder im Flugzeug sitzen und Richtung Heimat düsen. Ich komme jedoch bestimmt wieder.