Abenteuer West Coast Trail – Ein Traum wird wahr………..
26.Mai 2004
Victoria, BC. Es ist 21:30 als wir in Victoria landen, vor etwa 22 Stunden sind wir in München aufgebrochen. Es weht ein frischer Wind, beim Flug von Vancouver nach Victoria konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Strait of Georgia genießen. Wir stehen am Beginn einer wunderschönen Reise. Ich habe im Harbour View Hotel ein Zimmer für die nächsten zwei Tage reserviert. Man übergibt uns die Schlüssel für ein Appartement mit 2 Schlafzimmern, Küche, Wohnzimmer, 2 Bädern und Essecke. Wir sind begeistert über das Platzangebot und nehmen an der Hotelbar noch 1 Bier zu uns, bevor wir uns in die frischen Betten kuscheln.
27.Mai 2004
Ich wache schon um 04:30 auf. Beim Blick aus dem Fenster sehe ich die schöne Morgenstimmung über dem Hafen von Victoria. Es könnte ein schöner Tag werden, vorher lege ich mich jedoch wieder ins Bett und schlummere noch 2 Stündchen. Als ich wieder aufwache regnet es in Strömen. Hanne und Ernst sind bereits aufgestanden und ich krieche auch aus den Federn. Marc und Gugi sind gestern schon um 15:30 angekommen und schliefen schon als wir ankamen. Wir schieben Ihnen eine Nachricht unter der Zimmertür durch, dass wir bereit sind. Bald brechen wir zu fünft auf in die Stadt. Zunächst wollen wir schön frühstücken, Marc und Gugi haben auch schon ein nettes Cafe entdeckt, danach müssen wir noch unsere Ausrüstung komplettieren. Wir gehen in Willies Cafe, ein herrlicher Ort um ein schönes kanadisches Frühstück einzunehmen. Zu den Eiern mit Speck und gegrillten Tomaten bekommen wir noch frisch gepressten Orangensaft. Auf dem Trail werden wir wohl auf solche Leckereien verzichten müssen....
Danach machen wir uns auf den Weg in die vier Outdoor-Geschäfte, die uns empfohlen wurden. Wir kaufen noch Gas-Kartuschen, Fertigmahlzeiten und „Blisters and Bliss“ - das ultimative Guide-Book über den West Coast Trail.
Wir stöbern noch ein bisschen in den Buch-Läden und suchen einen Supermarkt auf, um einige Lebensmittel für das Frühstück morgen und den Trail einzukaufen. Hanne besteht auf 2 Packungen „Bavarian Smokeys“ für den ersten Abend am Lagerfeuer. Außerdem kaufen wir noch Pancake Mix, Speck und Margarine. Wir wollen ja auf dem Trail gut verpflegt sein.
Am späten Nachmittag sind wir wieder im Hotel und versuchen unsere Verpflegung in den Rucksäcken unterzubringen. Ich habe ziemlich zu kämpfen, mein Rucksack lässt sich kaum noch verschließen... Irgendwie schaffen wir es doch noch - die Rucksäcke sind fertig gepackt. Zum Abendessen gehen wir wieder in die Stadt. Im Chandler Seafood Restaurant lassen wir uns noch ein bisschen verwöhnen. Morgen geht es los...
28. Mai 2004 Gordon River – Thrasher Cove 6 km
Früh stehen wir auf. In unserer Küche können wir ein wunderbares Frühstück zubereiten. Frisch gestärkt laufen wir um 06:00 zum Busdepot, von wo wir mit dem West Coast Trail Express nach Port Renfrew fahren. Wir haben Nieselregen und ich hoffe, dass wir nicht die ganze Woche Regenwetter haben. Die Fahrt dauert knappe 3 Stunden. Außer uns sind noch 7 andere Trekker im Bus. Ein Paar steigt bereits am China Beach aus, die gehen scheinbar den Juan de Fuca Trail. Als wir in Port Renfrew ankommen, zeigt sich blauer Himmel und die Sonne blinzelt noch etwas schüchtern durch die Wolkenlücken. Das lässt hoffen. Es stellt sich heraus, dass wir die einzigen Leute im Bus sind, die den West Coast Trail begehen wollen. Am Trailhead Office registrieren wir uns und bezahlen die Gebühren für Camping und Fährpassagen auf dem Trail. Wir bekommen eine Wanderkarte mit der aktuellen Gezeitentabelle. Die Rangerin weist uns sehr humorvoll auf die Gefahren und speziellen Herausforderungen auf dem Trail hin, auch das Verhalten bei Begegnung mit Bären oder Pumas wird besprochen. Endlich brechen wir auf. Schon auf dem Weg zur Fähre über den Gordon River stelle ich fest, dass mein Rucksack verdammt schwer ist. Ich schätze ihn auf 18-20 kg. Das sind 5 kg mehr, als wir beim Training aufgeladen hatten. Nun, ich werde mich schon daran gewöhnen. Noch 2 Kanadier, die mit dem PKW angereist sind, fahren mit der Fähre zum Trailhead. Kaum sind wir dort angekommen, marschieren die beiden los.Ich mache noch meine Stöcke bereit und versuche den Rucksack auf Optimal-Position zu bringen, und bald gehen auch wir los. Der Weg steigt steil an, wir klettern über Wurzeln, wir wollen noch viel schauen, so schön ist der Wald. Eine Gruppe von Wanderern kommt uns entgegen. Sie sehen glücklich aus, erzählen, dass der Trail ein ganz besonderes Erlebnis ist. Nach 1 km und einer Stunde machen wir die erste Rast. Bis jetzt hat es noch nicht geregnet und wir freuen uns. Wir beobachten die gelben Bananen-Nacktschnecken (Banana Slug), welche zahlreich unterwegs sind. Manche sind auch mit schwarzen Flecken versehen. Ich nenne sie Tiger-Schnecken. Sie können bis zu 100 g schwer werden und zählen zur zweitgrößten Nacktschnecken-Art der Welt.
Wieder kommen uns einige Leute entgegen. Ein junges Mädchen meint, Sie würde unsere Bären-Glöckchen bereits seit einer halben Stunde hören. So sehen wir bestimmt keinen Bären...
Weiter geht’s, wir haben noch 5 km vor uns. Nach weiteren 1 ½ Stunden erreichen wir die Donkey Engine, bei km 72. Zeit für eine Rast. Noch 2 km liegen vor uns - und die ziehen sich! Immer wieder klettern wir über die Wurzeln, dabei müssen wir die Beine recht hoch anheben, was mit dem Gewicht des Rucksacks ziemlich anstrengend wird. Bald spüre ich, dass meine Oberschenkel schwächeln. Nach der Abzweigung bei km 70 geht es bergab. Zu guter Letzt erreichen wir die angekündigten Leitern und steigen hinab zur Thrasher Cove.
Eine wunderschöne Bucht liegt vor uns. Ich bin als letzte unten. Es ist 16:30 Uhr. Marc und Ernst sehen sich schon nach einem geschützten Zeltplatz um. Ich möchte erst einmal aus meinen Stiefeln schlüpfen und den lästigen Rucksack loswerden. Mit Tevas und Shorts laufe ich bald am Strand herum. Die Sonne wärmt noch ein bisschen und wir sonnen uns auf einem Felsen. Im Meer schwimmt ein Seehund.
Bald stehen unsere Zelte und wir kochen Hawaiian Chicken (auf Empfehlung des Verkäufers im Valhalla Laden). Wir sind begeistert, ich denke, wenn alle unsere Fertigmahlzeiten so gut schmecken, dann wird das die reinste Gourmet-Tour. Hanne kredenzt noch Bavarian Smokeys vom Holzspieß, welche wir über dem Lagerfeuer grillen. Die Dinger haben ja auch ein schönes Gewicht....Die beiden Kanadier von der Fähre setzen sich auch zu uns ans Feuer. Sie kommen aus Calgary und Nova Scotia. Die Sonne geht unter, wir trinken noch einen Schluck aus unserer „Glenfiddich“-Flasche und kriechen bald in unsere Zelte.
29.Mai 2004 Thrasher Cove – Camper Bay 9km
Ich wache auf, mein ganzer Körper schmerzt ein wenig. Es kündigt sich ein schöner Muskelkater in den Oberschenkeln an. Ich gehe zum Outhouse, hole unsere Sachen aus dem Foodlocker und versuche mit Dehnübungen den Schaden zu lindern...Wir backen Pancakes zum Frühstück, kochen frischen Kaffee und stärken uns mit Müsli. Es schmeckt wunderbar. Um 09:00 haben wir abgebaut und laufen los. Zum Aufwärmen geht es erst einmal die Leitern hoch, die habe ich mir anstrengender vorgestellt. Um 09:45 sind wir wieder an der Abzweigung. Heute ist der Weg sehr abwechslungsreich. Weniger Steigungen, dafür Boardwalks, Brücken, Baumstämme, Schlammlöcher und Leitern. Für mich ist dieser Tag der Tag der Baumstämme, wir überqueren richtige Baumstamm-Systeme die über schlammiges oder feuchtes Gelände führen. Manchmal liegen sie auch bereit um einen Bach zu überqueren. Zu Hause hatten wir noch gedacht, wenn uns ein Baumstamm zu glitschig oder gefährlich erscheint, laufen wir einfach unten durch. Es stellt sich heraus, dass dies fast unmöglich ist. Das Gelände ist viel zu dicht bewachsen, der Boden sehr uneben, man würde eine Machete brauchen....
Wir kommen immer noch sehr langsam voran (1km = 1 Stunde). Ich mache meine erste Erfahrung mit glitschigen Boardwalks und Schlammlöchern. Am Ende eines Boardwalks rutsche ich aus und lande mit einem Bein mitten im folgenden Schlammloch. Tja, wir hatten mal wieder etwas zum Lachen. Der Schlamm läuft auch noch in meine Schuhe...
Quelle: Blisters & Bliss
Um 13:30 erreichen wir den Zugang zum Strand. Auf dem Schelf wollen wir Mittagspause machen und dann 1 km auf dem Schelf zurücklegen. Kaum haben wir unsere Brote und Leberwurst ausgepackt fängt es an zu regnen. Ich kann meine Regenhülle nicht finden, bin fast am Verzweifeln und hoffe, dass mein Schlafsack trocken bleibt. Schließlich finde ich die Regenhülle doch noch und der Rucksackinhalt ist gerettet. Ich nehme mir vor, meinen Rucksack nächstes Mal besser zu packen, bzw. immer alles an die selbe Stelle zu packen.Wir laufen über das Schelf, was eine sehr schöne Abwechslung ist. Jedoch müssen wir auch hier aufpassen, denn die grünen Algen, die darauf wachsen haben auch eine sehr hohe Rutscheigenschaft. Nach einem Km und 30 Minuten erreichen wir wieder den Zugang zum „Maintrail“ Die Zugänge sind mit Bojen markiert und leicht zu finden.
Der Wald ist wunderschön, voller riesiger Farne und großer Blattpflanzen, von denen ich den Namen nicht kenne. Weiter geht es über Baumstämme, durch Schlammlöcher und über glitschige Boardwalks. „Slippery when wet“ wird unser Leitspruch. Es regnet heftiger. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir die erste Cable Car, welche über den Camper Creek und zum Campground führt.
Die Fahrt mit diesem Gefährt macht einen Riesenspaß. Ziemlich nass erreichen wir den Campground und finden ein relativ trockenes Plätzchen unter zwei großen Bäumen. So können wir noch schön unser Zelt aufstellen. Wir wechseln unsere Klamotten, kochen Tee und genießen das heiße Getränk mit ein paar Keksen in unserem Zelt. Es ist richtig gemütlich, wenn der Regen auf das Zeltdach prasselt. Ernst und Hanne kochen Abendessen. Heute gibt es „Nudeln in Sojabolognese“ von einem deutschen Hersteller. Wir peppen das Gericht noch mit Parmesan auf und es schmeckt gut. Bald gehen wir schlafen, heute keine Lagerfeuer-Romantik und auch keine gegrillten "Bavarian Smokeys", doch ein Schluck Whiskey ist schon noch drin.
30. Mai 2004 Camper Bay – Walbran Creek 9km
Es hat die ganze Nacht geregnet, noch immer hört man das Tropfen auf unser Zeltdach. Wir überlegen ob wir liegen bleiben und warten bis es aufhört oder aufstehen und weiterlaufen. Ein Blick aus dem Zelt sagt uns „liegen bleiben“, doch als Gugi vorbei kommt und meint, dass es nicht mehr regnet und wir nur die Tropfen von den Bäumen hören, stehen wir auch auf.Wir verpflegen und mit Speck-Rührei und Müsli. Gegen 09:45 brechen wir auf. Wie ich gestern Abend noch in „Blisters and Bliss“ gelesen habe, erwarten uns heute Schlammlöcher und niemals endende Leitern. Ich bin gespannt. Zunächst kämpfen wir uns wirklich von einem Schlammloch zum anderen. Die Kletterpartien um die Schlammlöcher haben es in sich. Oft sinken wir bis über die Knöchel in gelblichen, roten oder braungrauen Schlamm. Am Sandstone Creek nach km 59 treffen wir auf die ersten langen Leitern. Eine Brücke führt über den Bach, dort machen wir an einem sonnigen Plätzchen Mittag. Es gibt die restlichen 6 „Bavarian Smokeys“. Hanne will sie nicht mehr tragen. Dazu Vollkornbrot und danach Apfelchips. Die beiden Kanadier, die mit uns gestartet waren, tauchen auch wieder auf, sie gesellen sich zu uns, wir tauschen unsere „Goodies“.
Danach die Leitern auf der anderen Seite wieder hinauf. Nach kurzer Zeit kommen wir zum Cullite Creek und was kommt: Leitern. Wieder geht es runter, diesmal führt eine Cable Car über den Bach - das ist doch eine erfreuliche Abwechslung! Von der Cable Car Plattform suchen wir den Weg zu den Leitern, die wieder nach oben führen. Zunächst finden wir nichts. Es ist nur ein winziger Pfad zu sehen. Da es scheinbar keine andere Möglichkeit gibt, nehmen wir den Pfad welcher direkt über ein steiles Bachbett führt und stehen vor der nächsten Leiter. Eine Leiter mit Dusche! Sie befindet sich direkt über einem Miniwasserfall! Der Aufstieg ist somit recht erfrischend, gerade recht, denn ich habe schon recht geschwitzt. Bald haben wir auch dieses Leitern-System bewältigt und erreichen kurz später „The Bog“. Das ist eine Art Hoch-Moor, mit langen Boardwalks durch ein völlig anderes Öko-System. Die Landschaft ist licht mit vielen Sträuchern, ohne hohe Bäumen, die Sonne brennt und die Boardwalks sind trocken. Man kommt schnell vorwärts. Für einen Km brauchen wir nur 20 Minuten.
Marc entdeckt eine kleine Schlange, die sich in einem Strauch schlängelt. Wir alle genießen das entspannte Laufen auf den Boardwalks. Doch es dauert nicht lange und wir befinden uns wieder in gewohnter Umgebung. Schlammlöcher, Baumstämme, Wurzeln und wir erreichen den Logan Creek. Hier stehen wir wieder vor einem Leitersystem, ich mache eine kurze Rast im Outhouse, bevor ich über die tolle Hängebrücke zum anderen Ufer wippe. Ich bin schon ein bisschen müde. Mein Muskelkater entwickelt sich um Höhepunkt, die Beine fangen an zu wackeln, nur noch diese Leiter, denke ich. Die letzte ist auch noch 55 Stufen hoch. Von unten kann man das Ende gar nicht sehen und ich muss zweimal Pause einlegen, bevor ich die Plattform oben erreiche. Ich nehme ein paar Schlucke aus meinem Wassersack und esse noch einen Müsliriegel. Das muss zur
Stärkung reichen.
Wir haben noch 3 km vor uns, mittlerweile ist es schon 16:00 Uhr. Wir laufen weiter und erreichen um 18:30 Walbran Creek. Wieder ein wunderschönes Plätzchen Erde. Doch ich bin geschafft. Ich kann kaum noch über das Treibholz klettern, so sehr schmerzt mein Muskelkater.
Hanne dagegen scheint in Trance zu sein, denn sie für sie ist ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, der wohl alle Schmerzen vergessen lässt.
Ich setze mich ein paar Minuten auf einen Baumstamm und möchte mich dann erst mal am Bach waschen, nein es ist eigentlich ein See. Bei dem Anblick würde ich am liebsten darin schwimmen, so schön klar ist das Wasser. Als ich mit den Füssen drin bin, stelle ich fest, dass ich lieber nicht schwimme - es ist eiskalt. Wir waschen uns und unsere Kleider und fühlen uns wieder frisch und sauber. Schön, dass es heute nicht regnet.
Bald bereiten wir unser Abendmahl. Heute steht „Kartoffel-Gemüse-Eintopf“ auf dem Programm und wir wollen Bannock dazu backen. Der Kartoffel-Gemüse-Eintopf stellt sich als das langweiligste Trekkingessen heraus, das wir je gehabt haben. Es ist wie Flockenpüree mit getrockneten Karottenstückchen. Damit lockt man niemand hinter dem Ofen hervor!
Mit dem Bannock-Backen auf heißen Kieselsteinen klappt es auch nicht so recht. Es dauert ewig bis die Steine am Lagerfeuer richtig heiß werden....
Man macht eben seine Erfahrungen. Die beiden Kanadier sind auch wieder da und gesellen sich zu uns ans Lagerfeuer. Wir sind nun tatsächlich seit 3 Tagen unterwegs und kennen noch nicht einmal unsere Namen. Endlich starten wir eine "Vorstellungs-Runde". Die beiden heißen Dan und Sean.
Wir quatschen noch ein bisschen und tauschen unsere Pläne für morgen aus. Morgen werden wir zu Chez Monique kommen, der Weg soll einfacher werden, die härtesten Tage sollen hinter uns liegen - alles wird gut! (Hoffentlich auch mein Muskelkater?) Dan und Sean wollen bei Chez Monique übernachten, sie soll angeblich einen „Shelter“ für die Wanderer haben. Wir wollen bis zum Cribs Creek.
Um 10:30 gehen wir schlafen. Irgendwo draußen, neben unserem Zelt, direkt an meinem Ohr sitzt ein Frosch. Er quakt ohne Ende. Doch bald hört er auf und wir können einschlafen.
31.Mai Walbran Creek – Cribs Creek 11km
In der Nacht hat es wieder geregnet und unsere gewaschenen Kleider auf der Wäscheleine sind wieder nass. Zum Frühstück gibt es Müsli und Kaffee. Bald tröpfelt es wieder und wir packen schnell das Zelt zusammen. Heute beginnen wir um 09:45 unseren Wandertag und werden gleich mit einer Fahrt mit der Cable Car belohnt. 2 km laufen wir wieder durch den Wald, bevor wir bei Vancouver Point hinunter zum Strand gehen. „Es reißt auf!“ Die Sonne scheint, es ist warm und wir machen erst mal eine schöne lange Pause und genießen die Wärme. Wir packen unsere nassen Kleider aus und legen Sie auf die Steine zum Trocknen. Nun liegt eine längere Strandetappe vor uns. Noch 6 km bis zu Chez Monique wo ein Burger und ein kühles Bier auf uns warten. Dies motiviert uns ungemein und wir marschieren frohen Mutes weiter Richtung Norden. Am Strand sehen wir Seelöwen. Die Kilometer fliegen gerade so dahin, zwei Stunden später sitzen wir auf alten Gartenstühlen im Sand und blicken aufs Meer. Ich spiele ein bisschen mit Hund Sioux, wir haben schnell Freundschaft geschlossen. Sie bringt mir einen Plastikdeckel, welchen ich wie eine Frisbee-Scheibe fliegen lasse und bringt sie wieder zurück. Doch sie lässt den Deckel nicht los. Man muss ihn ihr entreißen oder durch List wegnehmen. Das ist das Spiel!Wir holen uns ein paar Dosen kühles Bier und bald serviert Monique die Burger. Ich esse einen Fischburger, aus frischem Heilbutt, mit Kräutern in Olivenöl gebraten. Hmmmm, lecker. Hanne und ich entscheiden uns für ein zweites Bier. Schließlich kommen wir aus Bayern! Monique setzt sich zu uns und erzählt von den Leuten, die den Trail gewandert sind. Wir könnten noch ewig hier sitzen und den Geschichten zuhören, doch wir haben noch gute 2 km vor uns und ziehen um 17:00 wieder los. Eine Leiter führt zurück zum Trail. Nach der Leiter gehen wir links. Irgendwie haben wir etwas von Moniques Wegbeschreibung falsch verstanden und gehen wieder runter aufs Schelf, Richtung Leuchtturm. Dort haben wir keine Gelegenheit mehr auf den Haupttrail zu kommen und klettern um die Felsblöcke beim Leuchtturm, was sich als nicht ganz ungefährlich herausstellt. Zwischen den Felsblöcken hören wir das Wasser platschen, hoffentlich kommt jetzt nicht die Flut! Bald erreichen wir jedoch wieder den Strand und sind um 18:30 am Cribs Creek. Wir stellen unsere Zelte zwischen den riesigen Treibholzstämmen auf. Hier gibt es keine Foodlocker. Zum ersten Mal müssen wir unsere Säcke mit den Lebensmitteln an einem Baum aufhängen. Es stellt sich heraus, dass wir mit nur einem Seil die fünf Säcke nicht hochziehen können. Sie sind einfach zu schwer.
Ich frage zwei Burschen, die an einem Lagerfeuer in der Nähe sitzen, sie bieten uns an, bei Ihnen noch 2 Säcke mit aufzuhängen. So ist das Problem bald gelöst und wir laden die beiden zu einer Runde Whiskey ein. Wir sitzen noch lange am Lagerfeuer und erzählen vom Trail. Die beiden haben am Vortag einen Bären gesehen, der auf dem Trail saß und gar keine Anstalten machte zu verschwinden. Sie mussten Weg verlassen und daneben vorbei laufen. Wir haben keine Bärenbegegnung. Unsere Bärenglöckchen erfüllen zu Ernsts Leidwesen ihren Zweck.
01.Juni Cribs Creek -Tsusiat Falls 17 km
Morgens regnet es. Ich koche Rührei auf dem Feuer eines Nachbarzeltes. Leider habe ich nicht sofort bemerkt, dass die Leute hier Ihren Müll verbrennen, was man eigentlich nicht tut. Das Ei war angerührt und es stand kein weiteres Lagerfeuer zur Verfügung, also musste ich hier weiterbrutzeln. Klar, dass unser Frühstück nicht besonders schmackhaft war - es schmeckte nach Müllverbrennung. Bäh. Wenigstens haben wir etwas im Magen. Wir packen zusammen und brechen auf. Heute beginnt die Etappe am Shelf. Bei Km 41 gehen wir wieder auf den Haupttrail - das alte Thema: Schlamm, glitschige und morsche Boardwalks, Baumstämme. Jetzt machen wir einen Fehler, wir nehmen den Abstieg bei km 39 zum Strand und müssen um die Klippen am Dare Point klettern. Diese sind zum Teil sehr glitschig, so dass wir sehr vorsichtig sein müssen. Am letzten Felsen stürzt Hanne und bleibt einen Moment auf dem Rücken liegen. Hoffentlich hat sie sich nicht verletzt. Doch bald redet sie wieder und ich helfe Ihr hoch. Sie zittert vor Schreck. Sonst ist ihr nichts passiert. Wir ruhen uns auf einem Felsen aus und nehmen dann den nächsten Aufstieg zurück zum Trail. Das ist gerade noch gut gegangen.
Zwei Kilometer weiter kommen wir zum Cheewhat River, welcher sich malerisch über das Flussbett schlängelt. Dort können wir auch wieder Wasser auffüllen. Die Pause tut gut. Doch wir müssen weiter, um 15:00 geht die Fähre und die wollen wir nicht verpassen! (so denken Deutsche...) Die Boardwalks sind erneuert - wir kommen gut voran. Wir befinden uns jetzt im Indianer-Reservat. Dort ist es nicht erlaubt den Trail zu verlassen. So sehr uns der Strand lockt, wir dürfen nicht hinunter. Ein Biber hat seinen Staudamm in der Nähe des Trails gebaut. Wir gehen eine „Umleitung“ - die reinste Schlammschlacht, hier versinken wir wieder bis zur mittleren Wade im Matsch - das wahre West Coast Trail-Gefühl! Um kurz vor drei erreichen wir die „Fähranlegestelle“. Wir sind glücklich, dass die Fähre noch da ist. Einige Leute sitzen gemütlich in der Sonne, von Abfahrtstimmung keine Spur. Der Fährmann bietet uns frische Krebse und Bier an. Natürlich können wir nicht nein sagen und lassen uns die ganz frisch gekochten Schalentiere schmecken. So gut wie an diesem rauen Holztisch in der Sonne am Fluss mit einer Dose Bier schmeckt es in keinem Gourmet-Lokal! Der West Coast Trail bietet auch kulinarische Höhepunkte!
Einige Wanderer die aus dem Norden kommen, erzählen dass der folgende Weg sehr einfach und leicht zu gehen ist. Wir freuen uns und überlegen ob wir noch ein Bier nehmen sollen... Doch wir müssen jetzt aufbrechen, es ist ca. 16:00 und der Fährmann ist jetzt auch bereit abzulegen.
Nach der Überfahrt marschieren wir los, wir haben noch 7 km vor uns, es geht bergauf. Was haben uns diese Leute an der Fähre eigentlich erzählt, von wegen „easy walk“? Schlamm, Wurzeln, Steigung, glitschige und schräg liegende Boardwalks - aber traumhafte Ausblicke auf das Meer und den Strand. Ich spüre das Bier! Meine Beine sind schwer, der Rucksack auch. Wir sind bei Km 30. NOCH 5 KILOMETER! Und es ist schon 17:00 Uhr! Es wird Nacht bis wir am Tagesziel sind. Bekomme ich jetzt eine Krise? Besser ich laufe einfach weiter. Nach 2 weiteren Kilometern führt der Weg an den Strand. Am liebsten würde ich sofort das Zelt aufbauen. Ich frage den Rest unserer Bande, ob wir vielleicht schon am Tsusiat Point übernachten wollen, dort soll es 2 tolle Höhlen geben. Meine Moral ist am Tiefpunkt. Gugi nimmt mir ein Kilo Bannock-Mix ab, schließlich hat sie die Gas-Kartusche in Victoria gelassen, die wir zum Bannock backen gebraucht hätten. Ich esse noch einen Power-Bar und trinke so viel wie möglich. Die „Power“ kommt wieder und die anderen sind froh, dass ich wieder Mut habe zum Weiterlaufen. Es sind auch nur noch 3 Kilometer am Strand. Ich „gebe Gas“, setze einfach einen Fuß vor den anderen. Bald erreichen wir Tsusiat Point, wo wir durch ein riesiges Felstor laufen und unser Ziel, die Wasserfälle liegen nun vor uns. Wir sehen sie schon aus der Ferne. Wenn man sein Ziel vor Augen hat, kann man wieder richtig gut laufen.
Um 19:30 sind wir da. Ein traumhafter Platz und nur wenige Zelte. Hier haben die Leute richtig tolle „Lagerplätze“ aus dem Treibholz gebaut. Bald stehen unsere Zelte. Wir machen Feuer, kochen Tee und Nudelsuppe. Der Himmel wird klar, wir genießen einen wunderschönen Sonnenuntergang. Gibt es einen schöneren Platz auf der Welt? Wir nehmen noch einen Schlummertrunk (natürlich aus der Glenfiddich-Flasche) und beschließen einen Tag hier an diesem paradiesischen Ort zu bleiben.
2.6. Tsusiat Falls
Morgens backen wir in aller Gemütsruhe Pancakes. Die Sonne brennt - es wird richtig heiß. Marc trägt immer noch seine Mütze auf dem Kopf. Kocht der darunter vielleicht sein Frühstücksei? Mir wird es zu warm - der Wasserfall lockt zu einer Dusche. Es dauert nicht lange und ich schwimme im kühlen Nass.Um zum Outhouse und den Foodcontainers zu kommen muss man erst den Fluss überqueren. Ernst hat seine Tagesaufgabe gefunden und beschäftigt sich mit dem Bau einer Brücke. Wir gehen ein bisschen spazieren, beobachten die vorbeiziehenden Wale, schreiben Tagebuch und lassen diesen herrlichen Tag geschehen. Der Frieden selbst. Am Abend gemütliches Lagerfeuer und Vollmond.
A perfect day!
3.6. Tsusiat Falls - Michigan Creek 13 km
Die Flut hat Ernst’s Brücke weggespült. Aufbruch um 09:45. Zunächst erklimmen wir die Leiter zum Trail und überqueren dann auf einer Brücke die Wasserfälle. Die nächsten 2 km führen wieder durch den Wald und am Klanawa River dürfen wir wieder einmal mit der Cable Car fahren. Ich liebe es! Und jetzt wieder 2 km am Strand. Der Weg ist leicht, wir kommen schnell voran. What a easy day! Bei km 20 geht es wieder auf den Haupttrail. Bei KM 19 entdecken wir Pumaspuren. Wenig Schlamm, viele gut erhaltene Boardwalks und Aussichtspunkte. West Coast Trail für Genießer! Am Tsucowis Creek gehen wir wieder hinunter zum Strand. Hier hat die Natur Mikado gespielt, die angetriebenen Baumstämme liegen kreuz und quer übereinander. Zeit für die Brotzeit und ein kleines Mittagsschläfchen.Wir haben nur noch 3 ½ Kilometer am Strand vor uns - no problem! Am Michigan Creek finden natürlich auch wieder ein schönes Plätzchen mit Meerblick. Der Meerblick ist wichtig, denn hier sehen wir viele Wale. Eine Gruppe junger Mädchen hat sich um ein Lagerfeuer versammelt. Sie tragen Jeans und Sweatshirts - ein ungewöhnlicher Anblick auf dem Trail. Sie erzählen uns, dass sie hier sind, um die Wale zu zählen und zu beobachten. Ein Art Exkursion für Studienzwecke. Schöne Hausaufgabe!
Vor lauter Walen kommen wir kaum zum Essen. Mit unserem Lagerfeuer sieht es auch mager aus, denn Treibholz ist kaum zu finden. Auch der Whiskey wird mager. Man spürt, dass sich der Trail und unser Abenteuer dem Ende nähert. Wir trinken noch den letzten Schluck und schlafen ein. Gute Nacht Hanne, Gute Nacht Ernst - Gute Nacht Micha! Wie bei den Waltons....
4.6. Michigan Creek - Pachena Bay 12 km
Endspurt. Wie immer starten wir um 09:45. Diese Zeit hat sich irgendwie von selbst ergeben. Der Weg steigt etwas an. Bald sind wir am Pachena Lighthouse. Eine gepflegte Anlage mit 2 Wohnhäusern in einem schönen Garten präsentiert sich. Hier sitzt die Küstenwache, welche die Überwachung des Trails übernimmt und auch die Trail Patrol zur Verfügung stellt. Soeben startet der rote Helicopter zum Erkundungsflug. Wir unterhalten uns ein bisschen mit dem Coastguard und wandern wieder weiter. Der Weg wird immer breiter. Es sieht fast aus wie ein Spazierweg. Damit es nicht zu langweilig wird, finden wir doch immer wieder ein paar Schlammlöcher. Und nun stand er vor uns, der KM 1- Pfosten. Wir haben es bald geschafft - Home Run!
Um 14:45 erreichen wir Pachena Bay Trailhead. Schnell rufe ich Daniel, meinen Freund, zuhause an. In Deutschland ist es noch vor Mitternacht. We made it!
Natürlich ist nun wieder Zeit für eine "Brotzeit". Wir packen noch unsere restlichen Vollkornbrote (in Krümelform) und etwas Leberwurst aus und lassen uns die "Gipfelmahlzeit" schmecken. Dann machen wir uns Gedanken, wie wir am Besten nach Bamfield kommen. Es soll eine 5 km lange Schotterstrasse dorthin führen. Aber wer hat schon Lust auf 5 km Schotterstrasse, nachdem er 75 km West Coast Trail gelaufen ist?
An einer Anschlagtafel hängen alle möglichen Adressen von B&B's, Motels, Taxis, Hostel
usw. Ich versuche in einem B&B anzurufen. Zuhause hatten wir uns schon Marie's B&B ausgesucht, sie ist auch über unsere Ankunft informiert, doch dort erreiche ich nur einen Anrufbeantworter. Ein weiteres Bed & Breakfast ist Marc und Gugi zu teuer. Plötzlich haben
es die Beiden recht eilig und schließen sich einer Gruppe Australiern an, die mit einem Shuttlebus zum Hostel in die Stadt fahren. Wir gehen die Sache ruhiger an, denn wir bevorzugen ein Bed&Breakfast, wo wir uns ein bisschen verwöhnen lassen wollen, vor allem
im "Frühstücks-Bereich". Wir verabreden uns mit den Beiden zum Abendessen in der Stadt.
Nach einem gemütlichen halben Stündchen versuchen wir es nochmals bei Marie, leider wieder erfolglos. Wir beschließen erst einmal nach Bamfield zu fahren um dort weiterzusehen und rufen den Taxi-Service an. Auch dort meldet sich niemand. Vom Parkranger erfahren wir, dass der Taxifahrer verreist sei. Na wunderbar, dann haben wir heute doch noch eine kleine Wanderung vor uns!
"You hiked so long" meinte der Ranger. Er müsse sowieso noch in die Stadt und Wasser holen und könne uns mitnehmen. Natürlich nehmen wir das Angebot gerne an. In Bamfield angekommen, marschieren wir zu Marie und treffen Sie schließlich persönlich an. Wir bekommen ein hübsches Zimmer mit großer "Sammelsurium-Ausstattung" (Videokassetten, Kühlschrank, jede Menge Geschirr, Bücher, und noch mehr Handtücher.....) und genießen die nachfolgende Dusche.
Abends treffen wir Marc und Gugi im "Hawkeyes Pub" und zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen. Die Beiden wollen noch weiter in den Norden der Insel und Kanu-Touren machen. Unsere Zeit ist leider zu kurz, wir werden morgen mit dem Schiff nach Port Alberni fahren, von dort weiter mit dem Bus nach Nanaimo und dort einen Mietwagen übernehmen.
05.06.04 Bamfield
Nach einer ruhigen Nacht in weichen Betten werden wir mit einem bombastischen Frühstück gestärkt. Marie serviert einfach alles. Neben Eiern, Speck, Toast gibt es auch Fruchtsalat mit frischen Erdbeeren, Joghurt, Müsli, selbstgemachte Marmelade und hervorragenden Kaffee. Klar, dass uns das gefällt!Die MV Lady Rose, das Versorgungsschiff, wird heute gegen 14:00 einlaufen. Die Ankunft des Schiffes ist eine Art Großereignis im Ort, denn es werden Post, Lebensmittel, bestellte Waren etc. geliefert.
Da wir noch ein bisschen Zeit haben, mache ich mich mit Hanne auf "Ortserkundungstour". Wir setzen mit einem Wassertaxi auf die andere Seite des Bamfield Inlets über und finden dort allerlei Geschäfte und Cafes. Wir folgen einem Wegweiser "ARTGALLERY" und decken uns dort noch mit kleinen Souvenirs ein. Die Zeit drängt, wir hetzen zurück zur Bootsanlegestelle und schippern zurück Richtung Bed and Breakfast, wo Ernst sicher schon ungeduldig auf uns wartet. Schließlich fährt die MV Lady Rose in einer Stunde!! Bald stehen wir mit Sack und Pack am Pier doch leider ist keine "Lady Rose" in Sicht (Merke: Fähren und Schiffe sind meistens nicht pünktlich, es gelten „Richtwerte“!). Mittlerweile regnet es wieder, zunächst nur leicht, aber dann ziemlich heftig. Wir beschließen, wieder auf die andere Seite des Fjordes zu fahren und dort noch einen Tee zu trinken. Das Schiff legt angeblich auf beiden Seiten an. Das Gepäck deponieren wir in einem Schuppen an der Anlegestelle. Dann endlich hören wir das Horn. Die "Lady Rose" kommt angefahren. An der Anlegestelle herrscht reges Treiben, immer mehr Leute kommen auf den Steg. Das Schiff legt an, die Güter werden abgeladen. Ein Lastenkran bringt sogar ein altes Sofa und weitere Möbel an Land. Jeder vor Ort wird zum Be- und Entladen eingespannt. Ernst hilft kräftig mit.
Kurz später betreten wir das Schiff, es legt ab und wir nehmen Abschied von Bamfield und dem West Coast Trail ..........aber wir kommen wieder .........
Unser Motto, das wir auch im Gästebuch verewigt haben:
„Mudholes are like a box of chocolate – you’ll never know what you get!“
Tipps und Tricks:
Literatur:
Wolfgang Winterhoff: Kanada: West Coast Trail (Reihe Outdoor, Conrad Stein Verlag)
David Foster & Wayne Aitken: Blisters and Bliss (in Victoria in jedem Outdoorladen erhältlich)
Verpflegung:
Fertiggerichte (vor Ort erhältliche haben höheren kulinarischen Wert)
Bannock backen ja, aber nicht für alle Tage und nur auf Gas, da auf Stein zu aufwändig und kein so schönes dickes, saftiges Brot
Flachmann für den Gute-Nacht-Trunk
nicht zu viele Powerbars (3 pro Tag)
1 Tagesessensration extra (für den evtl.Wellnesstag)
Ausrüstung:
pro 2 Rucksäcke ein Seil
ausreichend Gas (wiegt fast nix und bringt Sicherheit)
Einwegwaschlappen und Handtücher – lassen sich verbrennen und man hat nie ein schweres, feuchtes Tuch im Gepäck
pro 3 Personen ein Karbon-Wasserfilter
Auf dem Trail:
wenn es das Wetter und die Zeit erlaubt, so sollte man einen „Wellnesstag“ einlegen. Auf der Süd-Nord-Route können wir Tsusiat-Falls empfehlen. Hier gibt es auch eine erfrischende Dusche! Ein Tag Entspannung und Naturgenuß/beobachtung tut wohl.
Chez Monique nicht verpassen – die Burger sind sensationell
Krebs-Essen beim Fährmann an den Nintinat Narrows
Shelf am Dare Point vermeiden
Hilfreiche Internet-links:West Coast Trail Express: www.trailbus.com
Parks Canada: www.pc.gc.ca
Schlafen / Essen / Trinken
Harbour Towers Hotel & Suites (buchbar über DERTOUR)
345 Quebec Street,
Victoria BC V8V 1W4 Canada •
Tel. 1-800-663-5896
Willies Bakery & Café537 Johnson Street
Victoria BC
Tel. 250-381 84 14
Marie’s B&BBamfield, BC
Tel. 250-728 30 91